Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit hast du gefühlt 100 Sachen gleichzeitig im Kopf und du versuchst alles ins Laufen zu bringen. Sobald du weißt, wie deine Angebote aussehen werden, kommst du auch an den Punkt, welchen Preis du dafür verlangen kannst und ob du als Selbstständige*r nun wirklich Preise kalkulierst?
- Einfach mal eine grobe Schätzung annehmen?
- Wie kalkuliere ich Preise eigentlich?
- Was muss ich dafür alles wissen?
Nimm dir wirklich die Zeit deine Preise von Anfang an zu kalkulieren. Glaub mir das zahlt sich langfristig gesehen sowas von! In dem Artikel nenne ich dir fünf Gründe, warum es sich lohnt als Selbstständige*r Preise zu kalkulieren.
Du willst deine Rechnungen bezahlen können
Ganz grundlegend geht es darum, dass du mit deinem Unternehmen aber auch privat finanziell überleben willst. Für deine Angebote entstehen dir schließlich Kosten, welche du decken möchtest.
*Kleiner Exkurs = Kosten decken, bedeutet, dass dein Umsatz so hoch wie deine Kosten ist. Sprich du schreibst eine schwarze Null, aber mehr dazu findest du hier.
Schließlich bringt es dir nichts, wenn deine Preise viel zu niedrig sind und dir somit deine Arbeit mehr Kosten verursacht, als sie dir (rein finanziell) zurückgibt. Ob du deine Kosten aber tatsächlich deckst, weißt du nur wenn du deine Preise auch kalkulierst. Am Ende vom Tag geht es schließlich darum, dass du von der ganzen Arbeit und Leidenschaft, welche du in dein Unternehmen steckst auch leben kannst. Mit einer guten Preiskalkulation legt man sich gleich zu Beginn den Baustein für ein planbares und finanziell erfolgreiches Business.
Deine Umsätze richtig planen
Klar, kannst du deine Umsätze auch auf Basis geschätzter Preise planen aber da steckt ein Risiko darin, dass dein Umsatz pro Angebot (=Preis deines Angebots) einfach nicht hoch genug ist. Wenn du zum Beispiel planen möchtest wie viele Dienstleistungen du pro Monat verkaufen möchtest, jedoch der Preis pro Angebot zu niedrig ist, wird es für dich ernüchternd sein, wie wahnsinnig viel du verkaufen und arbeiten musst, damit sich das alles auch finanziell ausgeht. Hier zahlt sich eine richtige Preiskalkulation also doppelt aus!
Du willst Gewinn machen
Ja diese Überschrift habe ich mit Absicht genauso gewählt, weil sich gerade Frauen oft schwer tun hier ein eindeutiges Statement zu setzen!
Kosten decken und deine Rechnungen bezahlen ist nur das Minimum. Langfristig gesehen musst du auch Gewinn machen, um dir beispielsweise etwas weglegen zu können, in eine weitere Ausbildung zu investieren oder schlichtweg damit sich dein Unternehmen entwickeln kann. Um zu wissen, ob und wie viel Gewinn du machst, muss wiederum eine richtige Preiskalkulation her. Anhand dieser weißt du wie viele Kosten du hast, welche Abgaben du berücksichtigen musst und wie viel Gewinn du schließlich aufschlägst. Genau da lohnt sich wortwörtlich eine Preiskalkulation auch für Selbstständige!
Deiner Arbeit eine Struktur geben
Gerade bei Dienstleistungen gibt dir eine Preiskalkulation mal einen richtig guten Anlass, um deine Arbeitsschritte zu durchleuchten. Um Preise für Dienstleistungen festlegen zu können, siehst du dir deinen Stundensatz und deine Arbeitszeit für die Dienstleistung an.
- Weißt du eigentlich wie viel Zeit du benötigst, um eine Dienstleistung durchzuführen?
- Welche Arbeitsschritte sind dafür notwendig?
- Wie lange brauchst du für die einzelnen Arbeitsschritte?
- Kannst du deine Arbeitszeit vielleicht bei einzelnen Schritten besser nutzen?
Diese Fragen können dir so wertvolle Informationen über deine Arbeit liefern und dich motivieren damit du zum Beispiel zeiteffizienter arbeitest. Nicht zu vergessen, dass dir dadurch auch manchmal erst bewusst wird, was eigentlich alles in deinem Angebot steckt.
Bewusstsein für deine Leistung schaffen
Ganz nebenbei hat so eine Preiskalkulation auch den wunderbaren Effekt, dir zu zeigen was du eigentlich alles tust, wie viel Input du lieferst und dass deine Arbeit auch wirklich einen guten Preis verdient! Denn nichts kann ernüchternder sein als der Blick zu Konkurrenz …
Solche Vergleiche sind grundsätzlich nicht schlecht und zu einer ersten Orientierung auch bestimmt empfehlenswert aber gerade als Selbstständige*r darfst du nicht vergessen, dass es auch Konkurrenz gibt, welche ihre Arbeit beispielsweise nebenberuflich oder mehr als Hobby ausübt. Für diese Menschen hat Geld vielleicht nicht die gleiche Bedeutung wie für dich, weil sie eben nicht davon leben müssen. Gute Nachrichten: Du kannst dich vielleicht auch nicht mit diesen vergleichen, weil du eine andere Ausbildung hast, mehr Zeit in dein Unternehmen investierst oder auch mehr Wissen hast. Also du merkst schon Vergleiche sind, wie in allen anderen Lebensbereichen auch, mit Vorsicht zu genießen.
Schlussendlich weißt du auf Basis einer Preiskalkulation selbst wie viel Zeit und Geld in deinen Angeboten steckt. Du kannst selbstbewusst mit deinen Preisen nach außen auftreten und bist somit auch für eventuelle Fragen gerüstet:
Kann man da was beim Preis machen … ? – Nein, weil meine Arbeit jeden einzelnen Cent wert ist!
Überzeugt von Preiskalkulationen als Selbstständige*r?
Sehr schön! Wenn du dich jetzt fragst, wie du eine Preiskalkulation auf die Beine stellst und damit auch länger arbeiten kannst, dann schau dir doch gerne mein 1:1 Angebot zur Preiskalkulation an. Gemeinsam geben wir deiner Arbeit den Wert, den du verdienst.
Alles Liebe,
Anna

