Begriffe wie Umsatz und Gewinn gehören auf einer Seite zu unserem Alltag. Auf der anderen Seite tun wir uns dann doch auch damit schwer diese genau zu definieren. Ja, was ist eigentlich der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn und wieso solltest du das als Selbstständige*r unbedingt wissen?
Wenn du selbstständig bist, führt kein Weg daran vorbei, dich damit zu beschäftigen wie viel Geld du verdienst und was dir am Ende vom Tag davon übrigbleibt. Genau dafür benötigst du die beiden Begriffe. In diesem Artikel erfährst du was Umsatz und Gewinn bedeutet und was der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Begriffen ist.
Was bedeutet „Umsatz machen“?
Du hast bestimmt schon öfters davon gelesen, wie viel Umsatz man nicht pro Monat machen kann oder soll. Umsatz machen bedeutet aber nicht, dass
- du viel Geld am Ende vom Tag übrig hast
- du deine Ausgaben decken kannst
- dein Unternehmen finanziell erfolgreich ist
Umsatz machen bedeutet im ersten Schritt einmal nur, dass du verkaufst. Kurz und knackig zusammengefasst:
Umsatz = Verkauf
Möchtest du also als Selbstständige*r deinen Umsatz vom letzten Monat kennen, schaust du dir am besten deine Verkäufe an. Nehmen wir an du bist Fotograf*in und hattest in einem Monat vier Fotoshootings. Dein monatlicher Umsatz ist dann die Summe der Preise der vier Fotoshootings. Somit weißt du also wie hoch dein Umsatz, sprich Verkauf in diesem Monat war. An diesem Punkt hast du aber noch keine Information darüber, ob du mit deinem monatlichen Umsatz auch alle Kosten decken kannst. Trotzdem liefert dir dein Umsatz schon wertvolle Informationen darüber, ob sich deine Angebote verkaufen, wie viel du davon verkaufst und ja auch ob sich die Preise deiner Angebote für dich lohnen.
Wann macht man Gewinn?
So weit so gut, wenn du also deinen Umsatz kennst, wird dich im nächsten Schritt dein Gewinn interessieren. Die Zahl verrät dir, was tatsächlich vom Verkauf deines Angebots übrigbleibt. Bleiben wir bei dem Beispiel, dass du als Fotograf*in selbstständig bist. Damit du dein Fotoshooting anbieten kannst, musstest du selbst auch Geld ausgeben. Du hast bestimmt Geld in gutes Fotoequipment, ein Bildbearbeitungsprogramm, Fortbildungen und deine Webseite investiert. Somit sind dir also Kosten entstanden, welche du auch decken möchtest
- Deine Kosten sind dann gedeckt, wenn deine Umsätze so hoch wie deine Kosten sind. Sprich du schreibst hier die sogenannte schwarze Null. Du machst weder Gewinn noch Verlust.
- Sind deine Umsätze höher als deine Kosten machst du Gewinn.
- Überschreiten jedoch deine Kosten, deine Umsätze machst du Verlust. Gerade in der Startphase deiner Selbstständigkeit kann das der Fall sein und sollte dir keine Sorgen machen, wenn du dich bereits mit dem finanziellen Risiko in der Selbstständigkeit beschäftigt hast.
Kurz und knackig also wieder:
Umsatz – Kosten = Gewinn oder Verlust
Warum sind die beiden Begriffe so wichtige für dich als Selbstständige*r?
Es gibt mehrere Gründe warum du deinen Umsatz und Gewinn immer im Auge behalten solltest:
- Um einen Überblick über deine Finanzen zu haben
- Um zu wissen wie viel Umsatz und Gewinn du eigentlich machen musst
- Um deine Kosten kennenzulernen und gegebenenfalls reduzieren zu können
- Um am Ende des Jahres nicht von der Höhe der Einkommensteuer überrumpelt zu werden. Dein Gewinn oder Verlust ist nämlich die Basis dafür, wie viel du an Einkommensteuer zahlen wirst. Dieses Wissen wird dir nämlich auch nicht dein/e Steuerberater*in einfach so zukommen lassen.
Was ist also der wesentliche Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn?
Der Umsatz verrät dir, wie viel Geld du mit dem Verkauf deiner Angebote bekommst. Der Gewinn sagt aus, dass deine Umsätze höher als deine Kosten sind, sprich dir bleibt am Ende vom Tag Geld übrig.
Zusammengefasst diese Begriffe sind also wirklich wesentlich um auch Erfolg für sich in der Selbständigkeit definieren zu können und bei seinen Finanzen nicht nur ins Blaue hinein zu raten.
Alles Liebe,
Anna

