Wiener Frauenwoche: So lief mein Workshop!

Themen im Überblick

Hast du gewusst, dass am 8. März der Weltfrauentag ist? Wenn ja, weil du irgendwo Blumen oder einen Sonderrabatt an diesem Tag bekommst? Die Stadt Wien hat sich da rund um den Weltfrauentag etwas sehr Sinnvolles überlegt. Die Wiener Frauenwoche. Eine Woche, in welcher es in der ganzen Stadt Wien kostenlose Weiterbildungsangebote für Frauen gibt. Die Inhalte dieser Weiterbildungen reichen von Technik, Sport, Geschichte bis hin zu Finanzen. In Zusammenarbeit mit dem Frauen-Netzwerk „Frau in der Wirtschaft“ der Wirtschaftskammer Wien durfte ich einen Workshop zum Thema „Financial Literacy: selbstbestimmter Umgang mit Geld“ halten.

Wie kam es eigentlich dazu?

Schon vor über einem dreiviertel Jahr habe ich auf einer Veranstaltung die Geschäftsführerin vom Netzwerk „Frau in der Wirtschaft“ kennengelernt und wir haben uns viel über mein Unternehmen ausgetauscht und warum es so wichtig ist, sich als Frauen gegenseitig zu unterstützen. Dann sind wir uns immer wieder mal auf Veranstaltungen über den Weg gelaufen und so bin ich auch in Erinnerung geblieben. Ein paar Wochen vor der Wiener Frauenwoche bekam ich schließlich das Angebot diesen Workshop leiten zu dürfen. Ich habe nicht lange überlegt und sofort zugesagt!

Für wen war der Workshop?

In diesem Workshop waren alle Frauen, egal welches Alter, welche Ausbildung oder Beruf willkommen. Das hat den Workshop sehr spannend und auch fordernd gemacht (aber dazu später mehr).
Von Studentinnen bis hin zu Pensionistinnen waren alle dabei. Was wiederum auch so deutlich gemacht hat, wie viele Frauen das Thema beschäftigt und wie hoch der Bedarf an Wissensvermittlung ist. Ein selbstbestimmter Umgang mit deinem eigenen Geld, bedeutet so viel mehr, als am Ende vom Monat ein Plus am Konto zu haben. Um genau zu sein, beschreibt das Konzept Financial Literacy, wie du finanzielle Entscheidungen bewusst triffst und die Konsequenzen davon verstehst. Viele Frauen haben bis heute oft noch Hemmungen mit ihren Finanzen proaktiv umzugehen. Das möchte ich ändern! Ich habe den Workshop dafür genutzt, um einen Leitfaden für die eigenen Finanzen zu geben, Fragen zu beantworten und Sorgen zu nehmen.

Um welche Themen ging es im Workshop?

Mein Anliegen war es nicht nur trocken theoretisches Wissen zu vermitteln, sondern auch die Teilnehmerinnen aktiv mit einzubeziehen. Deshalb wollte ich zu Beginn auch wissen, wie es ihnen aktuell mit ihren Finanzen geht. Bevor wir dann richtig reingestartet sind, haben wir noch darüber geredet, warum Financial Literacy für Frauen so wichtig ist.

Dann ging es auch schon zu den Aufgaben wie finanzielle Ziele festlegen, Finanzgewohnheiten erkennen und gesunde Finanzgewohnheiten etablieren (wie zum Beispiel der Einrichtung eines monatlichen Dauerauftrags zum Sparen). Ein großes Thema war natürlich auch langfristiger Vermögensaufbau. Welche Möglichkeiten gibt es hier und wie groß ist tatsächlich der Unterschied, wenn du dein Geld klassisch veranlagst oder eben am Kapitalmarkt investierst.

Finanzielle Gewohnheiten | Anna Rennhofer
Ideensammlung zu finanziellen Gewohnheiten

Zum Abschluss haben wir noch über Gehaltsverhandlungen gesprochen und wie du dich darauf optimal vorbereiten kannst. Es macht einen großen Unterschied, wenn du genau weißt, was du willst, was du kannst und wie du das auch kommunizierst.

Mein Fazit zum Workshop Financial Literacy

Um ehrlich zu sein, hatte ich zwei Herausforderungen bei der Gestaltung vom Workshop:

  1. Wie gestalte ich einzelne Aufgaben und Übungen, welche wirklich motivieren aber nicht zu viel über die persönlichen Finanzen der Teilnehmerinnen Preis geben?
  2. Wie schaffe ich es, Mehrwert für alle zu vermitteln, wenn die Teilnehmerinnen ganz unterschiedliche Vorkenntnisse haben?

Die Übungen habe ich so gestaltet, dass entweder jede für sich gearbeitet hat oder wir gemeinsam Ideen gesammelt haben. Zum Beispiel zu finanziellen Gewohnheiten und welche kleinen Gewohnheiten wir tagtäglich ändern können, um langfristig auch mehr veranlagen zu können. Hier war es wahnsinnig schön zu sehen, wie Erfahrungen und Tipps ausgetauscht wurden. Das hat das Ganze zu einem „Safe Space der Finanzen“ gemacht. Genau was ich wollte! Keine Frage ist unberechtigt und am Ende vom Tag bist du mit deinem Thema nicht alleine.

Trotz unterschiedlicher Vorkenntnisse einen Mehrwert für alle zu schaffen, war die größte Herausforderung. Für eine Teilnehmerin ist wichtig zu verstehen, was beispielsweise ein ETF ist, während eine andere sich fragt, ob es Zertifizierungen für Green ETFs gibt. Da habe ich natürlich sehr hohe Ansprüche an mich selbst gesetzt. Was wiederum auch meine Arbeit und die Qualität davon ausmacht. Im Großen und Ganzen ist es mir aber sehr gut gelungen eine Balance zu finden und jeder Teilnehmerin Wissen mit zugeben.

Zusammengefasst: Das Feedback zwischendurch und danach war richtig gut und ich kann mir definitiv vorstellen, öfters Workshops zu machen. Es macht einfach Spaß direkt Wissen vermitteln zu können und zu sehen, wie die Teilnehmerinnen darauf reagieren.
Am Ende vom Tag bin ich dann mehr als zufrieden mit dem Wissen heimgegangen, Frauen dabei geholfen zu haben, die Scheu von Finanzen abzulegen und aktiv an das Thema heranzugehen.

Alles Liebe,
Anna